Das NOKARU Konzept

Rucksack, Ausrüstung und Zubehör für deine individuelle Notfallvorsorge.

Wozu ein Notfallrucksack?

Ein Notfallrucksack ermöglicht es, sich in einer Notlage bis zu 72 Stunden weitgehend selbst zu versorgen – bis Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und andere Hilfsorganisationen die notwendige Infrastruktur aufgebaut haben. Wichtige Ausrüstung ist dafür gebündelt und sofort griffbereit. So entfällt im Ernstfall die zeitaufwendige Suche und das Haus kann bei Bedarf schneller verlassen werden.

Eigenvorsorge dient dabei nicht nur dem eigenen Schutz. Rund 9 % der Menschen in Deutschland sind schwerbehindert. Hinzu kommen kranke, verletzte und ältere Menschen, die sich in einer Notlage möglicherweise nicht oder nur eingeschränkt selbst helfen können. Wer selbst vorbereitet ist, gewinnt wertvolle Zeit, um auch andere zu unterstützen.

Der Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland stützt sich in hohem Maße auf ehrenamtliche Einsatzkräfte bei Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und den Hilfsorganisationen. Bei großen Schadenslagen können diese Kräfte jedoch nicht überall gleichzeitig helfen. Das Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes betont deshalb auch die Bedeutung von Selbstschutz und Selbsthilfe: Behördliche Maßnahmen ergänzen die Selbsthilfe der Bevölkerung.

Vorsorge ist deshalb nicht nur eine persönliche Entscheidung, sondern auch ein Beitrag zur Gemeinschaft. Wer vorbereitet ist, kann im Ernstfall nicht nur sich selbst helfen, sondern auch für andere da sein.

Das NOKARU Konzept

Das NOKARU-Konzept verbindet strukturierte Eigenvorsorge mit schnellem Zugriff auf die benötigte Ausrüstung. Ziel ist es, im Notfall nicht erst einzelne Gegenstände zusammensuchen zu müssen, sondern unmittelbar handlungsfähig zu sein. Das spart wichtige Zeit – für die eigene Versorgung, für ein schnelles Verlassen des Hauses und gegebenenfalls auch, um andere Menschen zu unterstützen.

Der Rucksack ist modular aufgebaut. Das Erste-Hilfe-Modul ist von außen zugänglich und kann sofort erreicht werden, ohne den Rucksack öffnen zu müssen. Im Hauptfach befinden sich die vier weiteren Module Kochen, Nahrung, Schutz und Hygiene. Durch die vollständige 180°-Öffnung des Hauptfachs sind alle Bereiche übersichtlich angeordnet und direkt erreichbar.

Jedes Modul kann einzeln entnommen, separat genutzt oder mitgenommen werden.

Die Komplettpakete enthalten wesentliche Bestandteile für eine eigenständige Versorgung über mindestens 72 Stunden. Damit unterstützt das Konzept die persönliche Vorsorge, überbrückt bei großen Schadenslagen die Zeit bis zum Eintreffen von Hilfe und kann dazu beitragen, Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen zu entlasten.

Die Stärke des NOKARU-Konzepts liegt im Zusammenspiel der Komponenten. Die einzelnen Produkte wurden nicht isoliert zusammengestellt, sondern so ausgewählt, dass sie sich ergänzen und gemeinsam unterschiedliche praktische Lösungen ermöglichen.

Aus Poncho und Paracord kann beispielsweise ein einfacher Wind-, Sicht- oder Wetterschutz beziehungsweise ein provisorischer Unterschlupf entstehen. Kocher, Brennstoff, Topf und Nahrung bilden eine abgestimmte Einheit für warme Mahlzeiten und heiße Getränke. Viele Bestandteile lassen sich über ihren ursprünglichen Zweck hinaus einsetzen und schaffen so zusätzliche Handlungsmöglichkeiten.

Auch Erste Hilfe, Signalgebung und Orientierung sind im Konzept berücksichtigt. Für den Schutz vor Auskühlung greifen mehrere Komponenten gezielt ineinander – etwa bei einer Wärmepackung, die den Körperkern erwärmen und weiteren Wärmeverlust verlangsamen kann. So entsteht aus den einzelnen Bestandteilen ein durchdachtes und vielseitig einsetzbares Vorsorgesystem.

Die NOKARU Begleitdokumentation erklärt die Verwendung der Komponenten, zeigt ihr Zusammenspiel in konkreten Notfallsituationen und enthält grundlegende Hinweise zu Erste-Hilfe-Maßnahmen. Dadurch wird aus der Ausrüstung nicht nur eine Sammlung von Produkten, sondern ein nachvollziehbares und anwendbares Vorsorgesystem. 

Darüber hinaus vermittelt sie wichtiges Hintergrundwissen für die ersten Stunden einer Krise. Dazu gehören Warnkanäle wie Warn-Apps und Sirenensignale, das Verhalten bei Blackout, Evakuierung, Hochwasser, Sturm oder Hitze sowie Hinweise zu Familientreffpunkten und Notfall-Leuchttürmen. Auch das richtige Packen und Tragen des Rucksacks, die Pflege und Haltbarkeit der Ausrüstung und die Vorratshaltung zu Hause werden behandelt.